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Grundsätze der Welpenerziehung

Die Welpenerziehung beginnt bereits am ersten Tag des Einzugs in das neue Zuhause. Jeder äußerliche Reiz hinterlässt Eindrücke auf den Welpen. Die Welpenerziehung selbst ist nicht nur das geregelte Trainieren von gewünschten Verhaltensweisen, vielmehr beginnt die Welpenerziehung mit jeder Form der Aktion und Kommunikation.

Deswegen sind einige Besonderheiten bereits schon am ersten Tag zu beachten. Bereits bei der Abholung sind wichtige Dinge zu beachten um dem Welpen die Trennung von seinen Eltern und Geschwistern zu erleichtern. Hier beginnt bereits für den Welpen ein neuer Lebensabschnitt, diese abrupte Trennung ist für den Welpen nicht einfach und sollte möglichst sanft und mit positiven Erfahrungen erfolgen. Für die Abholung eignet sich das Auto besonders, idealerweise sollten Sie zu zweit sein, um den Welpen unterwegs betreuen zu können. Bedecken Sie die Fahrzeugpolster für den Fall, dass der Welpe sich übergibt. Versuchen Sie möglichst sanft zu fahren, d.h. auf ruckartige Fahrbewegungen zu verzichten.

Zuhause angekommen warten bestimmt schon Freunde und Verwandte auf die Ankunft des Welpen. Dem Welpen zuliebe sollten Sie sämtliche Besucher in der ersten Zeit fernhalten. Eine Horde voll Menschen, die Welpi dauernd auf dem Arm nehmen möchten, anfassen und quietschend Laute wie „Ach, ist der nichtsüss“ schockieren Welpi.

Anmerkung: Wussten Sie, dass ein Mensch aus der Sichtweise eine Hundes siebenmal größer wird als tatsächlich??

Auch hier beginnt schon die erste Phase der Welpenerziehung, der Welpe sollte sein neues Zuhause in aller Ruhe und auch selbständig erkunden. Zeigen Sie dem Welpen seinen angedachten und hergerichteten Schlafplatz, den Futterplatz und den Platz an dem er sich lösen darf. Frisches Wasser darf auch nicht fehlen.

Es kommt nicht selten vor, dass Hundebesitzer die ersten Nächte mit ihrem Welpen gemeinsam verbringen, damit sie merken, wenn der Welpe wach wird und ihn rausbringen können. Auch hier findet bereits Welpenerziehung statt, dem Welpen soll klargemacht werden, dass Herrchen oder Frauchen sich mächtig freut, wenn Welpi nachts um vier bei Regen und 2 Grad Celsius sein Geschäft in den Vorgarten setzt.

Welpenerziehung in der Sozialisierungsphase

Ab der 8. Lebenswoche verändern sich schlagartig die Lebensumstände, zuvor befand er sich noch in der Geborgenheit der Mutter und der Wurfgeschwister, schon reisst ihn der Umzug aus der vertrauten Umgebung. Gerade in dieser Sozialisierungsphase der Unsicherheit ist der Hundebesitzer besonders gefordert, er hat dem Welpen Vertrauen zu vermitteln. Es wäre sinnvoll und ratsam, wenn der Hundebesitzer die ersten 2 bis 3 Wochen Urlaub nehmen könnte und diese Zeit intensiv mit seinem Welpen verbringt. Erhält der Welpe von Anfang an Liebe, Zuneigung und Geborgenheit hat er die Chance sich zu einem selbstbewussten Hund zu entwickeln.

Wie bereits beschrieben, beginnt die Welpenerziehung bereits am ersten Tag des Einzugs. Oftmals ist der Hundebesitzer völlig überfordert dem herzerweichendem Hunde-blick widerstehen zu können, wobei gerade in diesem Entwicklungsstadium der Schwer-punkt der Welpenerziehung im spielerischem Lernen liegt. Dem Welpen werden erste Grenzen aufgezeigt, einem normal veranlagtem Welpen macht es auch nichts aus Autorität anzuerkennen. Zeigen Sie dem Welpen nicht von Anfang an seine Grenzen auf, sondern meinen ihn noch ein bisschen zu verhätscheln zu müssen, so können Sie davon aus-gehen, dass Welpi ganz genau seine Wichtigkeit im Rudel kennt und stets der Meinung sein wird, dass die Welt sich um ihn drehen muss.

Um dies und noch weitere Ausschweifung von Welpis überzogenen Selbstbewusstsein nicht herauf zu beschwören, sollten Sie mit der Welpenerziehung sofort beginnen. Welpen-erziehung kann man umschreiben mit Gewähren oder Versagen von erwünschtem, bzw. unerwünschten Verhaltensweisen sowie logischem und durchdachtem Hinlenken auf erwünschte Verhaltensweisen.

Wir wiederholen: Die Welpenerziehung beginnt sofort, ohne jegliche Schonfrist, als Hundebesitzer führen Sie die Welpenerziehung der Mutter fort. Gefordert ist Autorität nach Elternart, liebevoll, aber konsequent und selbstverständlich dem Alter angepasst. Jegliche Form von Nachlässigkeit und Inkonsequenz schadet massiv der Welpenerziehung, da Sie davon ausgehen müssen, dass der Welpe später auf diese Ausnahmen bestehen wird. Leckerchen bei Tisch oder Liegen auf dem Sofa sind dem Hund später nur schwer abzugewöhnen.

Regeln für die Welpenerziehung

Der unerfahrene Ersthundbesitzer vermag es sich nicht vorzustellen, dass die Welpen-erziehung doch komplizierter ist als man denkt und hinzu noch weit komplizierter als die Haltung eines älteren und erzogenen Hund.

Wie bereits zum wiederholtem Male geschrieben, beginnt die Welpenerziehung direkt am ersten Tag, legen Sie mit Ihrer Familie Regeln fest, was darf Welpi, was darf er nicht! Bei der Einhaltung dieser Regeln ist unbedingte Konsequenz gefordert!

Welpi erlebt die ersten Eindrücke im neuem Zuhause sehr sehr intensiv, sorgen Sie bitte dafür das Welpi nicht durch Umwelteinflüsse weiter verschüchtert wird und kümmern sich besonders liebevoll um ihn.

Das schier wichtigste Mittel der Welpenerziehung ist Lob und richtig angewendeter Tadel. Wünschenswertes Verhalten sollte ausgiebig mit freudiger und in hoher Stimmlage gesprochenes "Feeeeiiiiin", Welpi quittiert das mit freudigem Schwanzwedeln und auf-merksam gespitzten Ohren. Unerwünschtes Verhalten quittieren Sie mit einem scharfen "Nein" oder Ignoranz.

Gewöhnen Sie den Welpen schon früh an alltägliche Situationen, wie andere Menschen, Restaurantbesuche, Autofahren, andere Hunde, usw. fördern Sie das Selbstbewusstsein und die Stressresistenz des Hundes. Beobachten Sie jedoch Ihren Hund ganz genau und überfordern Sie ihn hier nicht.

Ein weiterer Teil der Welpenerziehung beinhaltet das "Sauber" werden, die Stubenreinheit. Da der Welpe in den ersten Lebensmonaten seine Blase und auch den Darm nicht wirklich kontrollieren kann, benötigt die Situation Ihre volle Aufmerksamkeit. Beobachten Sie Ihren Welpen und bringen Sie ihn alle zwei Stunden sowie direkt nach dem Aufwachen nach draussen. Nachdem er sein Geschäft erledigt hat, freuen Sie sich in ausgiebig in der beschriebenen Art und Weise. Sollte sich Welpi doch in der Nacht mal vergessen, so nützt es nichts am Morgen mit ihm zu schimpfen. Er kann den Zusammenhang nicht mehr verknüpfen und wird dadurch eventuell verunsichert. Seien Sie jedoch sicher, dass Ihr Welpe zügig stubenrein wird, da es Hunden grundsätzlich widerstrebt sein eigenes Revier zu verschmutzen.

Eine besonders spannende Herausforderung in der Welpenerziehung ist das Verhindern, bzw. das Eindämmen der Zerstörungswut von Welpi. Es gibt unterschiedliche Gründe hierfür, wie Langeweile, ungeeignetes oder gar fehlendes Spielzeug, usw.

Wir hoffen, auf möglichst alle Fragen der Welpenerziehung auf den nächsten Seiten ausgiebig eingehen zu können und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

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