Startseite » Katalog » hundeerziehung » futterbelohnung-spielbelohnung-wieder-abbauen

Hundeerziehung – Futterbelohnung / Spielbelohnung wieder abbauen

Wie in den vorherigen Kapiteln der Hundeerziehung beschrieben eignen sich die Futterbelohnung / Spielbelohnung hervorragend um die Verknüpfungen von gewünschtem Verhalten mit der Belohnung herzustellen. Der Hund verknüpft in der Hundeerziehung die Belohnung mit dem Signal "Richtig gemacht" und ist der felsenfesten Überzeugung, dass es sich im jeden Falle lohnt gewünschtes Verhalten zu zeigen.

Die beiden Belohnungsarten in der Hundeerziehung dienen anfangs dem Erlernen und Befolgen der gegebenen Kommandos, im späterem Stadium der Hundeerziehung jedoch sollten diese Kommandos fast gänzlich ohne Triebmittel (= Belohnung) befolgt werden. Ein fataler Fehler in der Hundeerziehung ist es die Belohnungen abrupt einzustellen, dadurch verliert Ihr Hund die Motivation zur weiteren Hundeerziehung. Er erhält für das gewünschte Verhalten keine Belohnung und wird sich automatisch fragen, warum er dieses Kommando denn noch ausführen soll.

Der erste Schritt zum Abbau von Lockmitteln in der Hundeerziehung ist das unregelmäßige Verstecken des Lockmittels. Der Hund muss anfangs zu jeder Zeit davon ausgehen, dass es sich immer lohnt ein Kommando auszuführen, auch wenn er die Belohnung noch nicht sieht.

Der zweite Schritt in diesem Teil der Hundeerziehung besteht darin eine "Lohnkürzung" einzuführen, d.h. Ihr Hund muss härter arbeiten um seine Belohnung zu bekommen. Dadurch festigt sich das Gelernte aus der Hundeerziehung. Eine Methode wäre z.B. nur für jede zweite gelungene Übung den Hund zu belohnen. Es ist gut möglich, dass der Hund hierauf irritiert reagiert, aber die Tatsache, dass es bei der zweiten Übung direkt danach wieder die Belohnung gibt, lässt ihn an diesen Ablauf gewöhnen. Achten Sie aber hierbei, das Ihr Hund auch das erste Kommando (ohne Belohnung) korrekt durchführt. Bleiben Sie hier unbedingt konsequent, auch wenn seine Leistung zwischendurch schon mal abfällt. Hat sich dieses Schema gefestigt, können Sie den Rhythmus der Belohnungen weiter nach unten führen. Sind Sie bei einem gefestigtem Rhythmus von 4 gelungen Übungen zu einer Belohnung angekommen ist eine große Hürde in der Hundeerziehung geschafft.

Jetzt können Sie zum Zufallsprinzip übergehen, belohnen Sie Ihren Hund in der Hundeerziehung unregelmäßig und auch unterschiedlich. Von normalen Training-sleckerlies bis hin zu besonders aromatischen Wurststückchen. Da ein Hund nicht zählen kann, entwickelt sich die Erwartung an eine Belohnung wie ein Glückspiel, dem Hund wird es nicht auffallen in welchem Rhythmus er Belohnungen erhält. Allein die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund ein besonderes Leckerchen erhält, wenn er Ihre Kommandos befolgt, lässt seine Motivation so steigern, das er Ihrer Anweisung befolgt.

Sie als Hundebesitzer sind in dieser Form der Hundeerziehung besonders gefordert Ihren Hund intensiv zu beobachten und bei Leistungsabfällen die Intervalle der Belohnungen wieder zu erhöhen, um die Motivation wieder zu steigern.

Seien Sie hier auch nicht zu ungeduldig, Hundeerziehung kann je nach Hund ein sehr langwieriger Prozess sein und bedenken Sie, ein Hund lernt sein Leben lang!