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Bestrafung in der Hundeerziehung

Ein heikles Thema! Oftmals greifen unerfahrene oder unwissende Hundebesitzer sofort zu Strafmaßnahmen, wenn der Hund in der Hundeerziehung unerwünschtes Verhalten zeigt. Strafen in der Hundeerziehung sind ein einfaches Mittel, aber oftmals nicht der Effektivste.

Beginnen Sie mit dem „Management“ in der Hundeerziehung, das bedeutet, stellen Sie Ihr Verhalten um und beobachten Sie IHR Verhalten im Umgang mit Ihrem Hund. Stiehlt Ihr Hund beispielsweise aus dem Mülleimer, so besorgen Sie sich einen Mülleimer mit Klemmverschluss.

Wichtig:

Besitzer eines Weißen Schweizer Schäferhundes sollten sich einen Mülleimer mit Zahlenschloss und 128 bit Verschlüsselung besorgen :) Der Autor spricht hier aus Erfahrung!

Schläft Ihr Hund unerwünscht heimlich auf dem Sofa, so blockieren Sie das Sofa beispielsweise mit Kartons, o.ä. , so dass das Sofa unbequem ist. Versuchen Sie also unerwünschtes Verhalten erst gar nicht aufkommen, nehmen Sie Ihrem Hund also die Möglichkeiten unerwünschtes Verhalten zu entwickeln. Jede vermiedene Strafe wirkt sich positiv auf das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Hund aus!

Setzen Sie diese Methode der Hundeerziehung effektiv um, wenn Sie gleichzeitig auch konsequent das gewünschte Verhalten loben, werden Sie sehr schnell gute Erfolge in der Hundeerziehung erzielen. Als Beispiel hierfür könnte das Leinziehen sein, ein junger Hund lernt sehr schnell, dass der Spaziergang nur dann weitergeht, wenn er nicht zieht. Zieht der Hund bleiben Sie stehen, ist die Leine locker durchhängend geht es weiter, usw, irgendwann wird er es verstehen, dass der Spaziergang nur dann fortgeführt wird, wenn der Hund sich an der Leine ordentlich benimmt. Bettelt Ihr Hund aufdringlich, so ignorieren Sie ihn konsequent, Schimpfen Sie auch nicht mit Ihm, dadurch belohnen Sie ihn durch Aufmerksamkeit.

Tip:

Ein Hund, der im Platz liegt kann nur sehr schwer betteln!

Beobachten Sie Ihren Hund ganz genau, je mehr Sie erwünschtes Verhalten belohnen um so mehr wird sich diese Verhalten in der Hundeerziehung festigen.

Der nächste Schritt um Strafen in der Hundeerziehung zu vermeiden und gewünschtes Verhalten zu festigen ist das Einführen von Ersatzverhalten. Hunde lernen von Natur aus gerne, also nutzen Sie diese Talent in der Hundeerziehung aus. Warum soll Ihr Hund bestraft werden, wenn er Besucher anspringt? Es ist viel spannender, interessanter und auch fordernder für Ihren Hund, wenn er sich hinsetzen soll, wenn Besuch kommt!

Wichtig:

Nur das Kommando „Sitz“, „Platz“ signalisiert Unterwürfigkeit und ist in diesem Falle nicht angebracht.

Setzen Sie Ihrem Hund grenzen und achten Sie darauf, dass Ihr Hund kurz vor Überschreitung dieser Grenze mit einem Ersatzverhalten abgelenkt wird. Gewöhnen Sie Ihren Hund zum Beispiel an ein Spielzeug, ein absolutes Lieblingsspielzeug für das er alles tun würde. Verknüpfen Sie dieses Spielzeug mit einem eindeutigem Kommando, welches „NUR“ für dieses Spielzeug gilt. Die Entscheidung zwischen dem Jagen eines Joggers und seinem Lieblingsspielzeug dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Spielzeug ausfallen.

Eine weitere Ursache für Probleme in der Hundeerziehung kann auch fehlende Gewöhnung an Situationen sein. Ist Ihr Hund beispielsweise gewohnt sich frei ohne Leine zu bewegen, wird er sich an der Leine unsicher fühlen, weil er es einfach nicht gewohnt ist. Verhält sich Ihr Hund panisch und nervös an der Leine im Straßenverkehr, wird es daran liegen, dass Ihr Hund in der Hundeerziehung nicht an Situationen im Straßenverkehr gewöhnt wurde. Similar kann es sich mit allen Situationen verhalten, in denen Ihr Hund sich unerwünscht verhält. Hinterfragen Sie jedes unerwünschte Verhalten, ob Sie Ihren Hund in der Hundeerziehung an die Situation gewöhnt haben. Beginnen Sie die Gewöhnung in der Hundeerziehung bereits im Welpenalter, überfordern Sie den Welpen jedoch nicht. Sinnvoll ist der Einsatz von Audio Cd´s mit Alltagsgeräuschen. Hier gewöhnen sich die Welpen bereits im jungen Alter an Alltagsgeräusche.

Denken Sie daran, Ihrem Hund nicht das abzuverlangen, was er vorher nicht gerlernt hat oder er daran gewöhnt wurde. Schimpfen und Abstrafen nutzen hier nichts, Sie können die Angst vor der Situation, für die er bestraft wurde, sogar noch verstärken.