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Hundeerziehung - Grundlagen der Hundeerziehung

Eine geeignete Hundeerziehung ist für das Zusammenleben von Mensch und Hund unabdingbar! Wenn wir uns vor Augen halten, was eigentlich von unseren Hunden tagtäglich erwartet wird, sollte man die Lernfähigkeit des Hundes hoch schätzen und die Erkenntnisse daraus für die Hundeerziehung nutzen. Wir erwarten von unseren Hunden, dass sie problemlos stundenweise allein bleiben können, ohne die Wohnungseinrichtung zu zerstören, unser Hund soll freundlich und neutral anderen Menschen und Hunden begegnen, der Jagdtrieb erfreut sich auch nicht unbedingt allergrößter Beliebtheit, usw. Gut ausgebildete Hunde erfüllen diese Ansprüche, das beweist die hohe Anpassungsfähigkeit dieses hochsozialem Rudeltier.

Als Hundehalter haben Sie sich ein Tier gewählt, welches ständig geführt und angeleitet werden möchte. Die Hundeerziehung ist auch nicht zeitlich begrenzt auf bestimmte Lebensabschnitte des Hundes, der Hund lernt ein Leben lang. Sollte Ihnen das Hundehalter widerstreben, so hätten Sie sich vielleicht für ein anderes Heimtier entscheiden sollen, welches keine Erziehung oder Ausbildung benötigt.

Hundeerziehung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Ihr Hund ständig im Kasernenhofton gedrillt und unterdrückt wird. Eine artgerechte und faire Hundeerziehung wird Ihr Hund lieben, weil dadurch ein geordneter Rudelverband simuliert wird.

Glücklicherweise haben sich die Ausbildungsmethoden in den letzten Jahren insoweit verändert, dass gewaltfreie Ausbildungsmethoden immer mehr Verbreitung finden.

Mit dieser Lektüre wollen wir dem interessierten Hundebesitzer Hintergrundwissen über die Hundeerziehung und über die Lernfähigkeiten von Hunden allgemein zur Verfügung stellen.

weiter lesen » » Hundeerziehung: Ihr Hund ein absoluter Egoist?


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Mareike schreibt am 30.06.2009

Hallo,

ich habe einen 1 Jahre Parson Jack Russell und zur Zeit ist er bzw. wird er aggressiv wenn wir beim Gassi gehen sind, er fängt an die Zähne zu flätschen und in die Hände und Kleidung zu beißen. Warum? Und was kann ich tun das er dieses unterlässt? Ich habe es schon mit ignorieren, dem Schnauzengriff und auf dem Rückenlegen legen versucht. Ignorieren klappt nur im Haus aber draussen leider gar nicht. Genauso wie die anderen beiden Varianten.

Dogs Trust antwortet

Hallo Mareike,

vielen Dank für Deine Anfrage, die ich versuche fachgerecht zu beantworten. Zunächst einmal denke ich, dass dies kein Unterpunkt zur Bestrafung sein sollte, vielmehr gehört der beitrag in den Bereich der Hundeerziehung. Wir werden ihn daher dorthin verschieben.

Nun zu Deinem Problem:

Vorab einige Fragen:
Wem gegenüber fletscht er die Zähne oder Beißt in die Hände oder Kleidung? Gegenüber Dir oder richtet sich das Verhalten gegen andere Hunde oder Menschen?
Im ersten Step solltest Du Deinen Hund von einem Tierarzt durchchecken lassen um auszuschliessen, dass er krank ist und sein verhalten auf Schmerzen oder Unwohlsein beruht, sollte dies nicht der Fall sein, musst Du dein Verhalten analysieren.

Im Haus:
Es ist vollkommen richtig, dass Du unerwünschtes Verhalten im Haus ignorierst, fügt er Dir Schmerzen zu, solltest Du ruhig laut "quietschen" und das Spiel konsequent beenden! Des weiteren ist es enorm wichtig, das Du diejenige bist, die ein Spiel beginnt und auch beendet!

Beim Spaziergang:
Das unerwünschte Verhalten beim Spaziergang kann mehrere Gründe haben. Du darfst nicht vergessen, dass ein Jack Russel Terrier ein Jagdhund ist und er auch ein Aggressionspotenzial in sich trägt. Was hast Du bis jetzt unterneommen, wenn er dieses Verhalten an der Leine zeigt?
Erfahrungsgemäß genügt hier ein selbstwußtes Auftreten als Hundeführer, vielleicht bist Du unsicher und innerlich fürchtetst Du solche Situationen wo der Kleine so eine Welle macht. Der Hund spürt instinktiv Deine Nervosität und sein Beschützerinstinkt verleitet ihn dazu Dich zu verteidigen, welches sich durch das gezeigte Verhalten wiederspiegelt.
Ich hatte mal eine Kundin mit einen Australian Shepard mit ähnlichem Verhaltensmuster, das Problem lag bei der Hundeführerin, da sie unsicher war und Angst vor solchen Situationen hatte, das verleitete den Hund sein unsicheres Frauchen zu verteidigen und jeden anderen Hund zu verbellen, bzw. aggressiv entgegenzutreten.
Relativ schnell konnten wir der Hundeführerin das Problem erläutern und ihre Körperhaltung sowie die Kommunikation zum Hund verbessern, sie tritt nun selbstbewußter auf und signalisiert ihrem Hund "Hey, alles ist gut, ich habe alles unter Kontrolle, Du kannst Dich entspannen!" Seitdem funktioniert das auch nachhaltig.

Wäre das ein Ansatz für Dich?
Schildere mal bitte die konkreten Situationen.

Von wo kommst Du? Wenn Du hier aus dem Raum Ruhrgebiet / NRW kommst, können wir auch vorbeikommen.

Liebe Grüße, Alles wird gut

Robert




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