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Hundeernährung – artgerechtes Hundefutter für Junghunde

Der frischgeborene Welpe stillt sein Bedürfnis nach artgerechtem Hundefutter in den ersten Wochen durch die Säugeperiode bei seiner Mutter. Diese Art von „Hundefutter“, also Welpenmilch stellt eine optimale zusammengesetzte Hundeernährung dar. Nach ca. 5 Wochen steigen die Nährstoffbedürfnisse des Hundes jedoch rasch an, hier ist der Hundehalter zuständig artgerechtes und optimales Hundefutter beizufüttern und später muss das Hundefutter die Welpenmilch komplett ersetzen.

Gerade diese Phase in der Entwicklung des Junghundes hängt stark von der korrekten Zusammensetzung des Hundefutters ab. Die Wachstumsphase stellt besondere Anforderungen an das Hundefutter dar. In der Wachstumsphase entwickelt sich nicht nur das Skelett des Hundes, auch die Organe, Organsysteme und das Körpergewebe benötigen wichtige Nährstoffe, die im Hundefutter enthalten sein müssen, um eine gesunde und widerstandsfähige Entwicklung des Junghundes zu gewährleisten. Das artgerechte und gesunde Hundefutter ist der Natur und der Ernährung des Urvaters unseres Haushundes, dem Wolf nachempfunden.

Im Mutterleib entwickelt sich das Herz- Kreislaufsystem fast vollständig, der Bewegungsapparat entwickelt sich erst später, die Knochen sind beim Welpen zwar schon komplett angelegt, bestehen aber fast nur aus eiweißartigen Kollagen, also einem sehr weichem Gewebetyp. Dieses Kollagen speichert im Laufe der Zeit Mineralien, Kalzium und Phosphor ab, das richtige Hundefutter sorgt innerhalb der Entwicklung für die notwendige Festigkeit der Knochen. In dieser Entwicklung bilden sich nicht verknöcherte Knochen, die sogenannten Wachstumsfugen, die sich erst bei kompletter Entwicklung wieder verschließen. Gerade in dieser Phase des Wachstums ist auf die optimale Ausrichtung des Hundefutters für den Knochenaufbau zu achten.

Um der richtigen Auswahl des Hundefutters eine Priorität zu geben, ist bei der Verwendung und Auswahl des Hundefutters auf eine Prioritätenliste in der Entwicklungsphase zu achten.

Von größter Bedeutung bei der Auswahl von der Zusammensetzung des richtigen Hundefutters sollte in folgender Priorität vorgehen:

  1. Bewegungsapparat, Knochen, Sehnen und Muskeln
  2. Immunsystem
  3. Fortpflanzungsorgane
  4. Haut und Fell
  5. Lungen und Atemwege
  6. Herz und Kreislaufsystem
  7. Blutbildung
  8. Verdauung
  9. Nerven, Gehirn, Sinnesorgane

Eine gesunde und artgerechte Ernährung zur optimalen Entwicklung von Junghunden ist ohne intensive Forschungen von Tierärzten, Wissenschaftlern oder Biologen heute gar nicht mehr denkbar. Optimales und effizientes Hundefutter könnte ohne diese Forschungsergebnisse gar nicht hergestellt werden. Auch hier ist interessant zu wissen, dass unterschiedliche Rassen unterschiedliche Merkmale der Entwicklung aufweisen. Kleinere Rassen sind schneller ausgewachsen, als größere Rassen. Dies macht nicht unbedingt spezielles Hundefutter für die jeweilige Rasse notwendig, vielmehr ist hier die Kompetenz des Hundehalters gefragt die richtige Zusammensetzung des Hundefutters zu wählen. Neben der reinen Beobachtung des Wachstums, also der Zunahme von Gewicht und / oder Größe gibt es wichtige Faktoren auf die der Hundehalter zu achten hat:

  • Fellentwicklung
  • Gebissentwicklung
  • Leistungen des Nervensystems, wie Wachheit, Lernverhalten und Emotionen

Weitere wichtige Entwicklungen sind

  • die artgerechte Knochen- und Muskelentwicklung,
  • die Ausreifung des Immunsystems oder
  • die Entwicklung einer leistungsfähigen Lunge

Das Tempo der Wachstumsrate ist nicht nur von der jeweiligen Rasse geprägt sondern begründet sich auch auf die äußerlichen Einflussfaktoren, wie Krankheitsverhütung, artgerechtes Hundefutter, soziale Bindung zum Hundehalter, usw.

Warum industriell hergestelltes Hundefutter sinnvoll ist

Wissenschaftliche Erkenntnisse in der Hundeentwicklung beruhen auf Besonderheiten des Stoffwechsels der Hunde. Diese Tatsache gewährleistet die Herstellung von artgerechtem Hundefutter, welches nicht nur den Energie Bedarf des Hundes stillen soll, sondern auch die genaue Menge und Relation von Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten, Mineralien und Vitaminen abdeckt.

Die Entscheidung zu einem geeignetem Hundefutter ist entscheidend um eine gesunde Hundeentwicklung zu gewährleisten und zu fördern. Ein wichtiges Maßstab bei der Auswahl des geeigneten Hundefutters ist der Energiegehalt im Hundefutter. Hierbei ist zu beachten, dass der Gehalt an verdaulicher Energie im Hundefutter den tatsächlichem Energiebedarf des Hundes entspricht. Um den Energiebedarf des Hundes und damit die Menge des zu verfütternden Hundefutters zu bestimmen, genügt nicht ausschließlich die Messung des Gewichts, vielmehr sollte auch verglichen werden, ob das vorhandene Gewicht im altersentsprechendem Normbereich liegt.

Beispiel für die tägliche Futtermenge eines heranwachsenden Schäferhund

Lebensmonat
2
3
5 + 6
12
Durchschnittliches
Gewicht in kg
5
10
20
30
Täglicher Energiebedarf - kJ
4363
7361
7424
8388
Täglicher Energiebedarf in kCal
1045
1758
1774
2006
 

Bedarf an Trocken-Vollnahrung (Gehalt an verdaulicher Energie von 16 kJ/Gramm)

Trocken-Vollnahrung - Gramm
273
460
464
524
 
 

Bedarf an Feucht-Vollnahrung (Gehalt an verdaulicher Energie von 5 kJ/Gramm)

Feucht-Vollnahrung - Gramm
873
1472
1485
1677
Fütterungs-Häufigkeit/Tag
4-3
3
2
2-1

Diese Empfehlungen beziehen sich auf den normalen Grundbedarf eines altersentsprechend entwickeltem Hund mit normaler täglicher Bewegung. Bei dem Zusatz von Hundefutter sollten Sie auch äußerliche Faktoren, wie sportliche Betätigung, klimatische Zustände und der Dicke des Fells beachten. Unter diesen Umständen benötigt Ihr Hund mehr Energie, also Hundefutter. Hierbei müssen Sie jedoch beachten, dass das verwendete Hundefutter artgerecht zusammengesetzt ist und keine Ungleichgewichte in Nährstoffen aufweist.

Überversorgung mit energiereichen Nährstoffen im Hundefutter

Ein weiterer gravierender Fehler in der Ernährung Ihres Hundes liegt in der Überversorgung von energiereichem / eiweißreichem Hundefutter, parallel zur mangelhaften Nährstoffversorgung.

Dies führt zwangsläufig zu Problemen im Bewegungsapparat, das Fehlen von Kalzium und Phosphor im Hundefutter lässt Knochen und Gelenke verformen. Enthält das Hundefutter hingegen zuviel Energiegehalt speichert sich diese Energie im überschüssigem Fettgewebe, welches Übergewicht zur Folge hat. Dieses Übergewicht in der Entwicklungsphase schadet auch wiederum der Knochenreifung und führt zu Deformierungen und Gelenkschäden.

Leider treten diese Störungen aufgrund falscher Dosierung und Zusammensetzung des Hundefutters gerade bei großwüchsigen Hunden auf. Man geht davon aus, dass ca. 80 % der großwüchsigen Junghunde schon krankhafte Veränderungen am Bewegungsapparat aufweisen. Achten Sie bei der Auswahl des Hundefutters bitte nicht nur auf die energetisch richtige Menge, sondern ziehen die speziellen Bedürfnisse des heranwachsenden Hundes mit in Betracht.

Das optimale Hundefutter weist folgende Eigenschaften auf:

  • Das Hundefutter deckt den Energiebedarf des Hundes im Ruhezustand
  • Das Hundefutter deckt bei zusätzlicher Leistung den Lesitungsstoffwechsel
  • Optimales Hundefutter enthält alle notwendigen Eiweiße und Aminosäuren, die das Wachstum fördern.
  • Das Hundefutter enthält neben Energie essenzielle Fettsäuren
  • Mineralstoffe, Spurenelemente, Mengenelemente sowie lebensnotwendige Vitamine sind in augewogender Form im Hundefutter enthalten
  • Ebenfalls enthält optimales Hundefutter Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette im dosiertem Verhältnis
  • Artgerechtes Hundefutter sollte in der Zusammensetzung speziell auf die Bedürfnisse eines heranwachsenden Hundes zusammengestellt sein
  • Letztendlich sollte das Hundefutter natürlich auch schmackhaft und bekömmlich sein