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Arthrose beim Hund

Der Hund ist das lteste Haustier des Menschen. Eine jahrtausendelange Zuchtgeschichte hat aus dem ursprnglichen Wolf eine unglaubliche Vielfalt an Hunderassen entstehen lassen. ber 800 verschiedene Rassen gibt es zur Zeit Tendenz steigend!

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Der Hund ist damit die Tierart mit den unterschiedlichsten Erscheinungsbildern. Dennoch sind unsere Hunde zu 99,8 % mit ihrem Vorfahren genetisch identisch und gehren somit zur selben Gattung.

Die gezielte Zucht von Hunden auf gewnschte krperliche Eigenschaften brachte allerdings Krankheitsanflligkeiten mit sich, die beim ursprnglichen Wolf nicht vorkommen.

Krankheiten des Bewegungsapparates sind ein weit verbreitetes Problem, das im Verlauf der Zuchtgeschichte auftrat. Hunderassen, die grer und schwerer als der Wolf sind, dessen genetisches Erbe sie dennoch weitgehend unverndert in sich tragen, neigen beispielsweise zu Problemen der Gelenke und Bnder. berdurchschnittlich groe Menschen leiden unter ganz hnlichen Problemen, da der Bewegungsapparat nicht darauf ausgerichtet ist, entsprechenden Belastungen dauerhaft standzuhalten.

Der medizinische und gesellschaftliche Fortschritt ist eine weitere Ursache fr Erkrankungen des Bewegungsapparates. Ebenso wie beim Menschen steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der, mit ihm eng verbundenen, Hunde und damit auch die Wahrscheinlichkeit altersbedingter Erkrankungen.

Arthrosen sind chronische Erkrankungen der Gelenke. Sie beginnen mit einer Verletzung der Gelenkknorpel, durch die Entzndungen des Gelenks ausgelst werden. Auf die entzndliche Phase folgt eine Verdickung der Gelenkkapsel durch den krankhaften Aufbau von Knochenmasse im Gelenk und ein dauerhafter Abbau von Knorpel.

Betroffene Gelenke verformen sich durch den Knorpelabbau und krankhaften Aufbau von Knochenmasse. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verlieren sie daher ihre natrliche Passgenauigkeit.
In Verbindung mit reduzierter Knorpelsubstanz fhrt dies dazu, das die Knochen im Gelenk aneinander reiben. Starke Schmerzen und der Verlust der uneingeschrnkten Funktionsfhigkeit des Gelenks sind die Folge.

Die Ursachen von Arthrosen beim Hund liegen, neben zuchtbedingter Veranlagung und altersbedingter Abnutzung des Bewegungsapparates, hufig in falscher Ernhrung und berbelastung. Bei anflligen Hunderassen kann auch ein zugiger Schlafplatz, ohne artgerechte Untersttzung der Krperlage, die Entstehung von Arthrosen begnstigen.

Hunde zeigen im Vergleich zu Menschen eine viel hhere Schmerztoleranz. Leiden sie unter Arthrose, macht sich die Erkrankung daher nicht durch intensives Winseln bemerkbar, sondern durch Verhaltensnderungen.

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Ein von Arthrose betroffener Hund zeigt Schwierigkeiten, aus der Ruhehaltung in Bewegung zu kommen. Auf den Betrachter wirken seine Bewegungen steifer und ungelenker als gewhnlich, insbesondere morgens und nach Belastungen.
Ein lahmendes oder langsames Laufen und ungewohnte Zeichen von Ermdung nach lngeren Spaziergngen knnen ebenfalls auf Arthrose hinweisen.
Vermeidet der Hund gewohntes Verhalten, z.B. auf das Sofa oder Bett zu springen, und hat pltzlich Mhe, Treppen zu steigen, so sind dies ebenfalls Indizien einer Erkrankung des Bewegungsapparates.
Generell ist ein Hund, der unter Arthrose leidet, ruhiger als sonst und zeigt weniger Bewegungsfreude und Vitalitt.

Bei Verdacht auf Arthrose sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Erkrankung selbst ist chronisch und damit nicht rckgngig zu machen. Jedoch kann ein Experte dafr sorgen, dass ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten und die Schmerzen des betroffenen Hundes gelindert werden.

Die Therapie einer Arthrose besteht aus verschiedenen Elementen:
Kontrollierte Bewegung verhindert Muskelabbau und sorgt dafr, dass die Gelenke nicht endgltig versteifen.
Ernhrungsumstellungen reduzieren bei zu schweren Hunden die Belastung der Gelenke und frdern die allgemeine Vitalitt des Tieres durch eine artgerechte Versorgung mit Nhrstoffen.
Medikamentse Behandlungen kommen bei der Schmerzbehandlung zum Einsatz und stoppen schdliche Entzndungen.

Hundehalter knnen das Leiden ihres Tieres verringern, indem sie darauf achten, einen gesunden Schlaf- und Ruheplatz zur Verfgung zu stellen. Dieser sollte frei von Zug sein und eine gesunde, dauerhaft entlastende Krperhaltung des ruhenden Hundes sicherstellen. Bereits vor der akuten Erkrankung ist ein entsprechend gesunder Schlafplatz eine sinnvolle prophylaktische Manahme zum Schutz des Hundes vor Arthrosen.

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